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Der Körper sagt, was Worte nicht zu sagen vermögen.
– Martha Graham –

Osteopathie

Was versteht man unter Osteopathie?

Osteopathie ist eine eigenständige, ganzheitliche und manuelle Behandlungsmethode.
Ziel ist es, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu unterstützen und zu fördern.

Der Grundgedanke der Osteopathie ist: Den Menschen als Ganzes betrachten.
Dazu werden alle Systeme des Menschens (parietal, visceral, craniosacral) in Untersuchung und Behandlung miteinbezogen:

  • Das „parietale System“ beinhaltet den gesamten Bewegungsapparat
    (z.B.: Wirbelsäule, Gelenke, Muskeln, Sehnen, Bänder)

  • Das „viscerale System“ beschäftigt sich mit den inneren Organen.
    Neben Mobilitätseinschränkungen oder möglichen Funktionsstörung im jeweiligen Organ können auch Dysfunktionen in entfernten Bereichen behoben werden.

  • Mit dem „craniosacralen System“ wird die Feinmotorik des Gewebes rund um das Nervensystem behandelt.

Wie arbeitet ein Osteopath/ eine Osteopathin?

Eine osteopathische Behandlung beginnt mit einem ausführlichen Anamnesegespräch,

da viele Schmerzursachen schon länger zurückliegen können.

Meist kann der Körper eine Veränderung der Mobilität durch ein Trauma oder eine Erkrankung

eine gewisse Zeit kompensieren. Kommt es dann zu einem weiteren Trauma, sei es körperlich oder auch seelisch,

kann das zum plötzlichen Auftreten von Beschwerden führen, die von Betroffenen nicht mehr mit der wirklichen Ursache in Zusammenhang gebracht werden.

 

Häufig sind die Ursachen von Beschwerden nicht dort zu finden sind, wo der Schmerz zu spüren ist.

Aus diesem Grund müssen alle Körpersysteme untersucht werden. Dazu zählen neben Muskeln und Gelenken

auch die inneren Organe und Faszien, die alle Strukturen im Körper umkleiden, sowie das Zusammenspiel des zentralen Nervensystems mit den Flüssigkeiten und den umgebenden Hüllen. Nur so erhält man eine exakte osteopathische Diagnose. Osteopathie ist also keine reine Symptombehandlung, sondern beruht auf einer genauen Betrachtung des Körpers und seiner Funktionen.

Behandlungschwerpunkte
  • Bewegungseinschränkungen

  • Probleme und Schmerzen der Hals-, Brust- sowie Lendenwirbelsäule

  • Beschwerden des Iliosakralgelenks sowie des Hüftgelenks

  • Rücken- und Nackenschmerzen

  • TOS, Impingement, Tennisellbogen, Golferellbogen, Karpaltunnelsyndrom

  • Beschwerden der Füße, sowie der Sprunggelenke und des Knies 

  • wiederkehrende Schmerzen, Entzündungen

  • Nachbehandlung von Operationen im Bauchraum (z.B. Blinddarm, Darm, Gebärmutter)

  • Nachbehandlung unfallchirurgischer und orthopädischer Operationen

  • Fehlhaltungen und Verspannungen nach Unfällen, Operationen, Stürzen

  • Begleittherapie zur kieferorthopädischen Behandlung

  • Verdauungsbeschwerden (z.B. Reflux, Sodbrennen, Verstopfung, Blähungen, Übelkeit)

  • Migräne, Schwindel

  • Chronische Atemwegsbeschwerden wie Bronchitis oder Reizhusten

  • Gynäkologische/ Urologische Beschwerden (wie Menstruationsbeschwerden, unerfüllter Kinderwunsch, häufige Blasenentzündung, Blasen-/ Gebärmuttersenkung)

  • Ein- oder Durchschlafprobleme

  • Konzentrationsschwäche usw.

Wie wird man OsteopathIn?

Osteopathie wird als Zusatzausbildung für Physiotherapeuten und Ärzte angeboten.
Die Ausbildung ist berufsbegleitend und wird in Österreich an der IAO (international academy of osteopathy) und

der WSO (Wiener Schulen für Osteopathie) angeboten.
Ein Masterstudium der Osteopathie an der IAO dauert 4-5 Jahre und schließt mit dem Titel Master of Science ab.

https://www.osteopathie.eu/de

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